Vollmitgliedschaft oder Fernmitgliedschaft? Der ehrliche Vergleich

Sie haben die Platzreife in der Tasche, spielen aber ehrlich gesagt nur ein paar Mal im Jahr. Und trotzdem soll gleich eine Clubmitgliedschaft her, die einen vierstelligen Jahresbeitrag kostet? Oder Sie sind längst Vollmitglied, merken aber, dass sich der Golf-Kalender nicht mehr füllt, während der Beitrag Jahr für Jahr weiter abgebucht wird. In beiden Fällen stellt sich dieselbe Frage: Warum sollten Sie für Leistungen zahlen, die Sie gar nicht nutzen?

Die kurze Antwort: Eine Golf-Fernmitgliedschaft lohnt sich, wenn Sie flexibel auf wechselnden Plätzen spielen und keine hohen Fixkosten wollen. Eine Vollmitgliedschaft passt, wenn ein fester Heimatclub Ihr Zuhause ist und Sie dort regelmäßig abschlagen. Der Unterschied liegt vor allem bei Spielrecht, Kosten und Bindung. Hier ist der direkte Vergleich.

Vollmitgliedschaft vs. Fernmitgliedschaft: die Unterschiede auf einen Blick

Merkmal Fernmitgliedschaft (Greenfeemitgliedschaft Jahresspecial, Classic, Junior, Senior) Vollmitgliedschaft (ordentliche Clubmitgliedschaft)
Offizieller Golf Mitgliedsausweis Ja Ja
Handicap-Verwaltung Ja, über den Partnerclub Ja
Spielrecht im Heimatclub Nein, dort gegen reguläres Greenfee Ja, uneingeschränkt
Aufnahmegebühr Keine Oft mehrere tausend Euro
Jährliche Kosten ab 100,90 € (Mitgliedsbeitrag 2026 nur 59,90 €) häufig über 1.000 €
Greenfee-Gutscheine 3× 50 % pro Jahr in Partnerclubs
Spielmöglichkeit weltweit Ja, gegen Greenfee überall, wo Gastspieler willkommen sind (HCP-Beschränkung beachten) Ja, gegen Greenfee überall, wo Gastspieler willkommen sind (HCP-Beschränkung beachten)
Bindung / Kündigung kurze Mindestlaufzeit, danach 1 Monat Kündigungsfrist oft Bindung für das ganze Kalenderjahr

Kurz gesagt: Die Vollmitgliedschaft kauft Ihnen ein festes Zuhause auf einem Platz. Die Fernmitgliedschaft kauft Ihnen Freiheit auf vielen Plätzen. Beides hat seine Berechtigung, nur eben nicht für dieselbe Person.

Was ist eine Vollmitgliedschaft?

Eine Vollmitgliedschaft, oft auch ordentliche Clubmitgliedschaft genannt, ist die klassische Form: Sie werden Mitglied in genau einem Golfclub und dürfen dort so oft spielen, wie Sie möchten, ohne pro Runde ein Greenfee zu zahlen. Das Greenfee ist die Spielgebühr, die auf fremden Plätzen fällig wird.

Der Preis für diese Freiheit ist hoch. Ein häufiges Ärgernis in herkömmlichen Golfclubs ist die Aufnahmegebühr von manchmal vielen tausend Euro, dazu kommt ein Jahresbeitrag, der schnell vierstellig wird. Dafür bekommen Sie mehr als nur Spielrecht: ein Vereinsleben, feste Ansprechpartner, Trainingsmöglichkeiten vor Ort und Turniere im eigenen Club.

Für Vielspieler mit festem Heimatclub ist das eine runde Sache. Wenn es dann aber passiert, dass Sie nach vielleicht nur einem Jahr aus beruflichen Gründen den Wohnort und damit den Golfclub wechseln müssen, ist die Aufnahmegebühr häufig weg.

Was ist eine Golf-Fernmitgliedschaft?

Die gute Nachricht: Sie können offiziell Golf spielen, ohne einer teuren Vollmitgliedschaft beizutreten. Bei einer Fernmitgliedschaft werden Sie aus der Ferne Mitglied in einem Partnerclub, der ordentliches Mitglied im Deutschen Golf Verband (DGV) ist. Sie erhalten einen offiziellen Golf Mitgliedsausweis und Ihr Handicap, also Ihre offizielle Spielstärke-Vorgabe, wird ganz regulär beim Verband geführt.

Die Greenfeemitgliedschaft Classic gibt es als Jahres- oder Kombi-Special für Neukunden bereits für 59,90 € Mitgliedsbeitrag im Jahr 2026, inklusive Verbands- und Verwaltungsgebühren sind es 100,90 €. Keine Aufnahmegebühr, keine versteckten Kosten. Sie spielen damit auf fast allen der über 700 deutschen Golfanlagen und auch international gegen Greenfee, dazu kommen jährlich 3× 50-Prozent-Rabattgutscheine für Partnerclubs. Das Prinzip dahinter ist simpel: Sie zahlen nur, was Sie wirklich spielen.

Voraussetzung ist die Platzreife, also der Nachweis, dass Sie die Golfregeln und die Etikette beherrschen. Ein bestehendes Handicap oder ein alter Clubausweis reichen als Nachweis ebenfalls.

Bekomme ich einen echten Ausweis oder nur ein Stammblatt?

Diese Sorge hört man oft: Bekomme ich als Fernmitglied überhaupt einen richtigen Ausweis, oder bin ich als „Billiggolfer" abgestempelt? Bei der Greenfeemitgliedschaft erhalten Sie einen offiziellen Golf Mitgliedsausweis des Deutschen Golf Verbandes e.V. ohne jede Kennzeichnung als Fernmitgliedschaft.

Das Stammblatt, also der schriftliche Handicap-Nachweis, wird oft missverstanden. Es ist bei der Greenfeemitgliedschaft kein Ersatz für den Ausweis, sondern die schnelle Ausweisung für die Übergangszeit, bis der eigentliche Golf Mitgliedsausweis nach rund 15 Werktagen per Post bei Ihnen ist.

JAHRES-SPECIAL
2026 59,90 €* statt 120,00 €
Preis Hinweis Preis Aktion
  • Offizielle Golfmitgliedschaft
  • Golfmitgliedsausweis
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*zzgl. 41,- € Verbandsabgaben p.a. Gesamtpreis 100,90 €

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  • Offizielle Golfmitgliedschaft
  • Golfmitgliedsausweis
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*zzgl. 41,- € Verbandsabgaben p.a. Gesamtpreis 211,90 €

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Was bedeutet „volles Spielrecht"?

Beim Vergleich der Anbieter stolpern Sie schnell über den Begriff „volles Spielrecht". Gemeint ist eine Fernmitgliedschaft, bei der Sie in einem bestimmten Heimatclub ohne Greenfee spielen dürfen, oft für einen deutlich höheren Jahresbeitrag ab etwa 250 €.

Hier sind wir ehrlich: Die Greenfeemitgliedschaft Classic enthält kein greenfeefreies Spielrecht in einem Heimatclub. Auf Ihrem Wunschplatz zahlen Sie das reguläre Greenfee wie jeder Gast. Wenn Sie also fest vorhaben, Woche für Woche denselben Club zu bespielen, ist ein Voll-Spielrecht-Produkt oder gleich die Vollmitgliedschaft die bessere Wahl. Für alle, die auf vielen verschiedenen Plätzen unterwegs sind, ist genau dieser Verzicht der Grund für den niedrigen Preis.

Und was ist mit der VcG?

Neben Voll- und Fernmitgliedschaft hören Sie oft von der VcG, der Vereinigung clubfreier Golfer. Sie wurde 1993 unter dem Dach des Deutschen Golf Verbands ins Leben gerufen und richtet sich an Golfer ohne festen Club. Der Unterschied zur Fernmitgliedschaft: Bei der VcG erhalten Sie einen VcG-Ausweis statt des Mitgliedsausweises eines konkreten Golfclubs. Beide Wege erlauben offizielles, vorgabewirksames Spiel, also Runden, die auf Ihr Handicap einzahlen, gegen Greenfee. Was besser passt, lesen Sie ausführlich in unserem Ratgeber zur VcG.

Welche Nachteile hat eine Fernmitgliedschaft?

Eine Fernmitgliedschaft ist nicht für jeden das Richtige, und das sagen wir auch offen. Die wichtigsten Punkte, die gegen sie sprechen können:

  • Kein Gratis-Spiel im Heimatclub. Sie zahlen dort das reguläre Greenfee pro Runde.
  • Kein Vereinsleben vor Ort. Feste Trainingsgruppen, Clubturniere und das gesellige Drumherum bekommen Sie so nicht.
  • Hausrecht der Clubs. Jede Golfanlage entscheidet selbst, wen sie zulässt. Grundsätzlich ist das Spiel als Gastspieler gegen Greenfee auf fast allen Golfanlagen möglich. Es ist aber empfehlenswert, sich vor der Buchung einer Startzeit bzw. der Reise zum Golfclub über die Haus-, Platz- und Spielordnung des Golfclubs zu informieren. Auf einigen Anlagen gibt es eine Handicap-Beschränkung oder Sperrzeiten, an denen nur die eigenen Mitglieder spielen dürfen.

Ihr Club ist Ihr Zuhause und Sie spielen am liebsten immer dort? Dann ist unser Tipp ausnahmsweise ein anderer: Entscheiden Sie sich für eine herkömmliche Clubmitgliedschaft. Für Vielspieler mit festem Platz ist sie das Beste. Mehr Mitgliedschaft braucht kein Mensch, aber weniger eben auch nicht.

Was passiert mit meinem Handicap beim Wechsel?

Die häufigste Angst beim Gedanken an einen Wechsel: Ist mein mühsam erspieltes Handicap dann weg? Nein. Ihr Handicap wird von Ihrem Heimat- oder Partnerclub geführt und über das DGV-Intranet aktuell gehalten, egal ob Sie Voll- oder Fernmitglied sind. Ein bestehendes Handicap wird bei der Fernmitgliedschaft übernommen.

Auch der umgekehrte Weg ist offen: Ein Wechsel in eine ordentliche Mitgliedschaft der Partneranlagen ist jederzeit möglich. Viele nutzen die Fernmitgliedschaft bewusst als Schnupperphase, bevor sie sich für einen festen Club entscheiden. Wie sich Ihr Handicap genau berechnet, lesen Sie in unserem Ratgeber zum World Handicap System und in unseren Tipps rund um das Handicap.

Lohnt sich der Wechsel von der Voll- zur Fernmitgliedschaft?

Wenn Sie schon Vollmitglied sind, lohnt der ehrliche Blick auf zwei Zahlen. Ein Jahresbeitrag im Club liegt häufig über 1.000 €, die Greenfeemitgliedschaft kostet im Jahresspecial 2026 aktuell 100,90 € und in den Folgejahren 161,00 €. Die Differenz von rund 900 € (oft mehr) ist im Grunde Ihr persönliches Greenfee-Budget. Solange Sie in einer Saison weniger Runden spielen, als dieses Budget an Greenfees hergibt, zahlen Sie als Fernmitglied unterm Strich weniger. Die dreimal 50 Prozent auf Greenfees in Partnerclubs senken die Rechnung zusätzlich. Die Faustregel: Wer unter 15–20 Runden im Jahr bleibt, fährt fast immer günstiger.

Drei Dinge sollten Sie vor dem Wechsel klären:

  • Kündigungsfrist im aktuellen Club. Herkömmliche Mitgliedschaften laufen oft für das ganze Kalenderjahr und haben dann eine 3-monatige Kündigungsfrist. Prüfen Sie, zu wann Sie regulär aussteigen können, bevor Sie eine Saison doppelt zahlen.
  • Aufnahmegebühr ist verloren. Eine einmal gezahlte Aufnahmegebühr bekommen Sie beim Austritt in der Regel nicht zurück. Sie ist ein abgeschlossenes Kapitel, kein Grund, eine ungenutzte Mitgliedschaft weiterlaufen zu lassen.
  • Ruhende Mitgliedschaft als Zwischenschritt. Manche Clubs bieten an, die Mitgliedschaft eine Saison ruhen zu lassen. Fragen Sie danach, wenn Sie sich noch nicht endgültig trennen möchten. Die Fernmitgliedschaft können Sie parallel starten und in Ruhe testen.

Der eigentliche Charme: Der Wechsel ist keine Einbahnstraße. Sie behalten Ihr Handicap, spielen weiter offiziell und können jederzeit in eine ordentliche Mitgliedschaft zurück, falls Sie doch wieder öfter auf denselben Platz wollen.

Klingt nach Ihrer Situation? Der Online-Antrag ist in wenigen Minuten ausgefüllt, ganz ohne Aufnahmegebühr.

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Für wen passt welche Mitgliedschaft?

Am Ende hängt die Entscheidung nicht am Prospekt, sondern an Ihrem Spielverhalten. Eine ehrliche Orientierung:

Die Fernmitgliedschaft passt zu Ihnen, wenn Sie …

  • weniger als etwa 15–20 Runden im Jahr spielen,
  • gern auf verschiedenen Anlagen unterwegs sind oder viel im Urlaub golfen,
  • flexibel bleiben und keine Aufnahmegebühr zahlen wollen,
  • nach der Platzreife erst einmal in Ruhe herausfinden möchten, wie oft Sie wirklich spielen.

Die Vollmitgliedschaft passt zu Ihnen, wenn Sie …

  • mehrmals pro Woche auf demselben Platz spielen,
  • ein festes Vereinsleben mit Training und Clubturnieren möchten,
  • einen Heimatclub in der Nähe haben, dem Sie treu bleiben.

Für Senioren, die flexibel und trotzdem offiziell spielen wollen, gibt es außerdem die passende Fernmitgliedschaft für Senioren. Und wenn Sie ganz ohne feste Bindung starten möchten, zeigt Ihnen unser Ratgeber, wie Golf spielen ohne ordentliche Mitgliedschaft funktioniert. Wie viel Golf insgesamt kostet, rechnen wir Ihnen in unserem Überblick was Golf wirklich kostet vor.

Kurz auf den Punkt gebracht: flexibel, gut, günstig für Wenigspieler, fest und umfassend für Vielspieler.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Voll- und Fernmitgliedschaft?
Bei der Vollmitgliedschaft spielen Sie in einem festen Heimatclub ohne Greenfee, dafür mit Aufnahmegebühr und hohem Jahresbeitrag. Bei der Fernmitgliedschaft spielen Sie flexibel auf vielen Plätzen gegen Greenfee, ohne Aufnahmegebühr und zu einem niedrigen Jahresbeitrag.
Ist eine Golf-Fernmitgliedschaft seriös?
Ja. Die Partnerclubs sind ordentliche Mitglieder im Deutschen Golf Verband, Ihr Golf Mitgliedsausweis und Ihr Handicap werden offiziell vom Golf Verband ausgegeben.
Bekomme ich einen echten DGV-Ausweis oder nur ein Stammblatt?
Sie erhalten einen offiziellen Golf Mitgliedsausweis ohne Kennzeichnung als Fernmitgliedschaft. Das Stammblatt dient nur als schnelle Ausweisung, bis der Ausweis per Post bei Ihnen ist.
Kann ich mit einer Fernmitgliedschaft an Turnieren teilnehmen?
Ja, an Turnieren im In- und Ausland zu Gast-Konditionen. Auch registrierte Privatrunden zur Verbesserung Ihres Handicaps sind bei den meisten Golfclubs in Deutschland möglich.
Was passiert mit meinem Handicap ohne ordentliche Clubmitgliedschaft?
Es bleibt erhalten. Über den von uns zugeordneten Partnerclub wird Ihr Handicap beim Golf Verband über das DGV-Intranet weitergeführt. Solange es dort geführt wird, verfällt es nicht.
Was bedeutet „volles Spielrecht“?
Das ist eine Fernmitgliedschaft, bei der Sie in einem festen Heimatclub ohne Greenfee spielen dürfen, meist zu einem höheren Preis. Die Greenfeemitgliedschaft Classic enthält dieses Heimatclub-Spielrecht bewusst nicht.
Welche Nachteile hat eine Fernmitgliedschaft?
Sie spielen in Ihrem Wunschclub gegen Greenfee statt gratis und haben kein festes Vereinsleben vor Ort. Wer nur einen Platz bespielt, fährt mit der Vollmitgliedschaft besser.
Kann ich später von der Fern- in die Vollmitgliedschaft wechseln?
Jederzeit. Der Wechsel in eine ordentliche Mitgliedschaft der Partneranlagen ist ohne Weiteres möglich, Ihr Handicap wandert mit.
Was kostet eine Vollmitgliedschaft?
Das ist von Club zu Club sehr unterschiedlich, oft liegt der Jahresbeitrag über 1.000 € plus einmalige Aufnahmegebühr. Eine ausführliche Aufstellung finden Sie in unserem Ratgeber, was Golf wirklich kostet.
Für wen lohnt sich welche Mitgliedschaft?
Für Wenigspieler, Reisende und Einsteiger nach der Platzreife lohnt sich die Fernmitgliedschaft. Für Vielspieler mit festem Heimatclub lohnt sich die Vollmitgliedschaft.

Fazit: Mehr Mitgliedschaft braucht kein Mensch, wenn Sie Gelegenheits- oder Wenigspieler sind

Es gibt keine grundsätzlich bessere Mitgliedschaft, nur eine, die besser zu Ihnen passt. Wer regelmäßig denselben Platz bespielt und das Vereinsleben liebt, ist mit der Vollmitgliedschaft gut aufgehoben. Wer flexibel bleiben, verschiedene Plätze entdecken und nicht für ungenutztes Spielrecht zahlen will, findet in der Fernmitgliedschaft die schlauere Lösung.

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